Am 13. September 1999 traten wir unsere Reise an: Erst sollte es mit dem Zug nach Frankfurt gehen, von dort aus mit dem Flugzeug nach Dublin und dann weiter nach Galway. Also standen wir pünktlich um 13.49 Uhr am Gleis 13 und merkten bald, daß die vielen 13-er im Datum kein Zufall sein sollten. Denn statt dem geplanten IC stand einer der älteren Bummelzüge dort, da es anscheinend technische Schwierigkeiten gegeben hatte. Dieser brachte uns nach Nürnberg, wo wir schließlich in den ursprünglichen IC umstiegen. In Frankfurt angekommen, mußten wir uns erst einmal durch den riesigen Flughafen von einem Terminal zum anderen kämpfen - natülich riß, kaum aus dem Shuttlebus ausgestiegen, einer meiner Rucksackträger! Zum Glück konnte ich ihn aber weiterhin tragen, wenn ich auch mehr dahin"eierte" als lief, und Claudia mir beim Aufsetzen immer helfen mußte, da ich sonst wegen des unausbalancierten Gewichtes fast rücklings umgekippt wäre.
Nach einigem Suchen fanden wir den Eincheck-Schalter, an dem wir natürlich zuerst einmal vorbeigegangen waren, und stärkten uns dann noch im McDonalds mit Blick auf die startenden und landenden Flugzeuge. Dann ging es endlich auch für uns los - mit etwas mulmigem Gefühl beim Starten, aber dann waren wir überwältigt von der Sicht auf Frankfurt in der Nacht, mit den tausend Lichtern und winzigen Straßenzügen. Nach etwa 1,5 Stunden kamen wir in Dublin an und warteten in der kleinen Abflughalle auf den Anschlußflug nach Galway.
Als wir dann das Flugzeug sahen, traf uns fast der Schlag: Es war eine kleinere Propellermaschine, mit dem typischen Kleeblatt von Aer Lingus darauf. Wir waren auch nicht wirklich überrascht, daß wir in Reihe 13 saßen *lol* Da es die letzte war, mußten wir uns wegen unserer Größe ziemlich kleinmachen. Zum Glück dauerte der Flug nur knappe 20 Minuten mit Rückenwind, und wir kamen gegen 23 Uhr in Galway an.
Der Flughafen dort bestand aus einem Betonbau, wir gingen durch eine Tür und standen gleich in einem kleinen Raum mit einem kassenähnlichen Fließband, auf das die Koffer von außen geworfen wurden. Um die Ecke herum war gleich die Schalterhalle, ein einziger war noch besetzt. Nachdem wir außen pro forma nach einem Bus gesucht hatten, teilte uns der einzige Beamte freundlich mit, daß der Bus nur einmal am Tag um 13 Uhr fahren würde. In dem Moment kam der letzte Taxifahrer des Abends herein (wir waren eh die letzten in der Schalterhalle) und im Nu saßen wir dank des irischen Beamten in dessen Taxi. Hier bekamen wir zum ersten Mal die irische Freundlichkeit zu spüren. Nach weiteren 15 Minuten waren wir endlich am Kinlay House angelangt und schleppten unser Gepack die Treppen in den 2. Stock hoch (da wußten wir noch nicht von der Existenz des Lifts).