

Am Donnerstag war tolles Wetter, und so beschlossen wir, nach Connemara zu fahren. Da die normalen Busse so unregelmäßig und selten gefahren sind, daß wir nicht weit gekommen wären, entschlossen wir uns, an einer der Bustouren für 8 Pfund teilzunehmen. Direkt vor dem Kinlay House stehen immer Busse verschiedener Anbieter, und im Vorübergehen wird man regelrecht mit Prospekten überhäuft - im Endeffekt bieten sie allerdings dasselbe an. Wir entschlossen uns zu O'Neachtain's Tour, und los ging es über Salthill nach Spiddal, wo der erste Stop an einem Craftshop war. Nach dieser - unserer Meinung nach überflüssigen - Rastpause ging es weiter durch die wunderschöne Landschaft von Connemara, an der Küste entlang und vorbei an den typischen Steinmauern: wie uns der Fahrer erklärte, sind im Lauf der Zeit soviele entstanden aufgrund der "land division" - das Land (meistens eh schon ein kleines Grundstück, da der Boden in Connemara mit Felsen übersät ist) wurde zwischen den Söhnen aufgeteilt, und so entstanden im Lauf der Generationen immer kleinere Felder.

Nächster Halt war das "Famine Village": die verfallenen Reste eines Dorfes aus der großen Hungersnot 1845-1850. Es ist wirklich erschreckend, wie klein diese Cottages waren, und wie erbärmlich die Leute gelebt haben. Der Fahrer erzählte uns, daß es sogar eine Tageslichtsteuer gab, und daß diese Häuser deswegen oft nur ein winziges Fenster besaßen