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Im .:: Atomium ::. erwartet mich ein sehr surreales Erlebnis. Auf der Suche nach der Kasse werfe ich einen Blick durch die Glastür in die Eingangshalle hinein - und blicke direkt in die Augen eines riesigen gelben Wesens. Ein lebensgroßer .:: Marsupilami ::.. Schnell drehe ich mich um und flüchte nach außen, wo ich die Kasse vermute. Dort wird mir mitgeteilt, daß ich die Eintrittskarten nur innen kaufen kann. Kaum trete ich durch die Glastür ein, kommt das Viech auf mich zu, legt einen Arm um meine Schulter und faßt mit dem anderen meine Hand. So geleitet es mich unter den amüsierten Blicken des Kassierers (zum Glück ist die Halle sonst menschenleer) zum Lift. Dort angekommen hört der Spuk aber nicht auf, es bleibt weiterhin neben mir stehen und scheint auf etwas zu warten. Nämlich auf den Fotografen, der wohl kurz aufs Klo gegangen ist, schnell wieder auftaucht und zwei Fotos von dem gelben Viech und mir schießt. Daraufhin verzieht es sich endlich und ich werde von einer etwas gelangweilten Liftführerin in die oberste Kugel gefahren. Von dort aus habe ich eine theoretisch großartige Sicht auf Brüssel (wenn der Nebel nicht wäre) und kann besser nachvollziehen, wie ich davor gefahren bin. Die einzelnen Kugeln des Atomiums sind durch Rolltreppen im Inneren der Stangen verbunden, davon sogar noch eine original alte aus dem Eröffnungsjahr des Atomiums, die allerdings nicht mehr läuft. In den Kugeln selbst, die sehr spacig wirken, befinden sich Ausstellungen zu dem Bauwerk. |
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| Das Atomium wurde anläßlich der .:: Weltausstellung ::. eröffnet, die 1958 in Brüssel stattfand. Eine Kugel beherbergt deshalb Alltagsgegenstände aus den 50er Jahren, wie z.B. Stühle in allen Farben, Geschirr oder Barbiepuppen. Eine andere zeigt alte Fotos vom Bauwerk und der Eröffnung. Dazu ertönen aus den Lautsprechern Hits der damaligen Zeit. Ich habe das Glück, daß ich so gut wie alleine durch die Ausstellungen gehen kann, da sonst gerade keine anderen Touristen dort sind. So kann ich auch in aller Ruhe eins meiner geliebten Spiegelfotos schießen. Wieder in der Eingangshalle gelandet, lasse ich mir erstmal aus einem Automaten eine belgische Souvenirmünze mit dem Atomium darauf drucken, und begutachte danach die Fotos, die am Eingang gemacht wurden. Ich sehe mich mit sehr verstörtem Blick neben einem riesigen Marsupilami stehen und beschließe, keines zu nehmen (was meinen Bruder daheim sehr sauer macht, da er diese Geschichte für meine beste Urlaubsgeschichte aller Zeiten hält). Draußen nutze ich die diesige Stimmung, um noch mehr Bilder vom Atomium zu machen, jetzt halten auch zwei Busse davor an und schütten Touristenmassen aus. Ich mache mich dagegen auf den Weg zurück zum Hostel. Dort erwartet mich eine neue Zimmergenossin, die Spanierin ist wohl endgültig abgereist. Isabelle kommt aus Berlin und macht ein Praktikum bei der .:: Europäischen Kommission ::.. Zusammen besorgen wir uns im nahegelegenen türkischen Supermarkt Fladenbrot und Ayran, und machen noch einen Abstecher zur Apotheke, da ich die ersten Anzeichen einer beginnenden Erkältung spüre. Bitte nicht jetzt! Deshalb bleibe ich auch daheim und gehe früh ins Bett, statt sie zu einem Kneipentreffen mit anderen Praktikanten zu begleiten. | |
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